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Jusos Bruchsal • Frischer Wind, neue Ideen

Wir für Menschlichkeit - die Rede von E-F Schäfer

Reden/Artikel

 

Über 800 Menschen waren heute bei der Gegendemonstration dabei:
Wir für Menschlichkeit!

Hier die Rede von Ernst-Friedrich Schäfer, die er auf der Gegendemonstration stellvertretend für die SPD gehalten hat:

WIR für Menschlichkeit                                           Bruchsal, 26.09.2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in diesem Jahr wurden und werden die Heimattage gefeiert - fröhlich, bunt und nachdenklich!

Heute wird in Bruchsal ein Fest und eine Demo veranstaltet: Nachdenklich, bunt, fröhlich und gewaltfrei!

WIR demonstrieren für Menschlichkeit!

Kein Mensch hat Einfluss auf den Ort und die Gemeinschaft in die er hineingeboren wird.

WIR hier in Deutschland, in Bruchsal, haben erlebt was Zerstörung der Heimat, was Verlust der Heimat durch Flucht und Vertreibung bedeuten.

12 Millionen Deutsche waren 1945 nach der großen Verführung durch eine menschenfeindliche nationalistische Ideologie auf der Flucht und auf der Suche nach einer neuen Bleibe, einer neuen Heimat.

Sie sprachen deutsch und wurden trotzdem oft nicht verstanden. Sie suchten Mitmenschlichkeit und WIR, haben sie in einem langen Prozess gefunden und geschenkt.

Es gab Berührungsängste!

Es gibt auch heute wieder neue Berührungsängste.

Auch, leider, unter uns Demokraten!
„Kann ich mit den SOZIS, den Grünen, gar mit den Linken usw.

gemeinsam auf die  Strasse zur Demo gehen? - so die Berührungsängste in manchen Hinterköpfen.

Warum eigentlich nicht miteinander reden und feiern für das Ziel:

WIR für Menschlichkeit.

Ich, WIR , freuen uns deshalb, dass so viele Menschen in dieser bunten Vielfalt das Ziel „WIR für Menschlichkeit“ unterstützen und dabei eigene partielle und parteiliche Ideen unterordnen.

Berührungsängste haben natürlich auch viele MitbürgerInnen gegenüber den Fremden, den Flüchtlingen.

Warum, so frage ich, gelingt es uns nicht diese Berührungsängste in breite Neugierde und Wissbegierde über die Herkunft und das Leben der neuen

Menschen in unserer Stadt umzuwandeln?

Kein Flüchtling hat ohne Not seine Heimat verlassen und sich auf den beschwerlichen Fluchtweg gemacht.

Wer von uns wollte jahrelang im tödlichen Bürgerkrieg leben , wo jede staatliche Ordnung außer Kraft gesetzt ist?

Wer von uns wollte von der eigenen Regierung wegen seines Glaubens oder seiner Lebensweise verfolgt werden?
Wer von uns würde nicht den Versuch wagen ein normales menschenwürdiges Leben zu führen?

Deutschland ist dabei wahrlich kein Paradies.Der Platz vor dem Bahnhof und der Aufmarsch der Rechten zeigt uns das überdeutlich.

Aber WIR Deutschen leben in einem Land mit freier und demokratischer Verfassung.

Diese wird von den Rechten Demonstranten in Frage gestellt. Sie missbrauchen unsere verfassungsgemäßen Freiheiten!

WIR hier stehen für Menschlichkeit!

Dies zeigt sich in den einstimmigen Beschlüssen des Kreistages zur Unterbringung von Flüchtlingen und es zeigt sich in den Beschlüssen des Gemeinderates dieser Stadt.

Diese Menschlichkeit zeigt sich in ganz besonderer Weise in der ehrenamtlichen Arbeit vieler Menschen bei der Flüchtlingsbetreuung.

Sprachunterricht, Begleitung bei Arzt- und Behörden besuchen Spielstunden mit den Kindern und in der Aufnahme bei den Trainings-stunden unserer Sportvereine.

WIR alle stehen für Menschlichkeit.

Für eine freiheitliche und demokratische Lebensweise aller Menschen in dieser Stadt.

efs

 
 

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